Hella Halbmarathon 2017 – Wie im Traum

Es ist geschafft!!!

Ich habe meinen zweiten Halbmarathon erfolgreich absolviert! Ihr konntet hier und auf Instagram meinen Weg etwas verfolgen und wisst wahrscheinlich, dass ich nach dem „Desaster“ im letzten Jahr echt Angst vor heute hatte! Im letzten Jahr habe ich einfach zu wenig Langstrecken trainiert und war nicht optimal vorbereitet. Das Training dieses Jahr war hart! Die vielen langen Läufe haben mich sowohl körperlich als auch mental so richtig gefordert! Zusätzlich zur Doppelbelastung Arbeit und Uni im Endstadium war das Lauftraining nicht immer angenehm. Aber ich wollte es in diesem Jahr besser machen! Ich wollte den Lauf genießen und mit einem guten Gefühl im Ziel ankommen. Die Zeit war mir eigentlich relativ egal – insgeheim habe ich aber von einer Zielzeit unter 2:15 geträumt…

Gestern Abend ging die Vorbereitung mit einer Pasta-Party zusammen mit Dani, meinem Schatz und nem Kumpel los. Wir haben die Kohlenhydratspeicher nochmal ordentlich aufgefüllt und gemeinsam ein bisschen über den Lauf philosophiert… 🙂 Wir sind dann zeitig ins Bett gegangen um fit für heute zu sein!

Der Tag hat für mich heute um kurz vor sieben in der Früh begonnen – ein Blick aus dem Fenster: Strömender Regen und Wind….Na super! Das Regenradar hat allerdings gesagt, dass der „Schauer“ pünktlich um 8 Uhr vorbei sein sollte. So war es dann auch. Ich habe mich um halb neun mit Dani an der Bahn getroffen und anschließend haben wir die Runningsquad an der Ubahn St. Pauli getroffen. Wir haben uns nochmal gegenseitig Mut gemacht, haben die Beutel weggebracht, nochmal die wundervollen Dixi-Klos besucht und dann ging es schon zum Start. Dieses Mal habe ich morgens bewusst keinen Tee getrunken um nicht wieder das Pipi Problem zu bekommen, also hat einmal Dixi Klo gereicht 😀

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Wir haben uns mit einer Gruppe Mädels bei der Zielzeit 2:15 eingeordnet und auf den Start gewartet. Die Aufregung stieg…ich habe noch Ausschau nach meinem Schatz gehalten, der sich natürlich weiter vorne bei 1:59 eingeordnet hat 🙂 Nachdem ich mir noch einen „Glückskuss“ abgeholt habe, konnte ja gar nichts mehr schief gehen 😉

 

Und dann ging es los…Ich bin entspannt direkt hinter den Pacern für 2:14 losgelaufen und habe sie die ganze Zeit im Blick gehabt 🙂 Kurz nach dem Start kam sogar nochmal die Sonne raus und die Bedingungen waren eigentlich bestens! Es lief wirklich ganz gut und ich konnte den Pacern bis Kilometer 12 immer gut folgen! Leider mussten wir dann bei einer Kreuzung einen Rettungswagen durchlassen, sodass ich ein bisschen aus dem Rhythmus gekommen bin. Danach ist der Pacer natürlich ziemlich losgesprintet, sodass ich ihn leider ziehen lassen musste. Aber ich konnte eigentlich recht gut weiter durchziehen und habe mich ganz gut gefühlt. Bei Kilometer 13 gab es eine kurze Distanz bei der man quasi eine kurze Strecke hin und direkt nebenan zurücklaufen musste. Auf meinem Hinweg habe ich auf der anderen Seite Dani laufen sehen und wir haben uns zugewunken – Gänsehautmoment! 🙂 Danach wurde es echt ziemlich hart – wie immer haben sich die Beine ab Kilometer 15 gemeldet und es wurde ein kleiner Kampf 😛 Aber damit muss man bei so einer Distanz ja rechnen! An der Alster hat es dann noch angefangen zu regnen, ein ziemlich starker Wind kam schräg von vorne und ich musste echt richtig beißen. Dann kam der magische Kilometer 17 bei dem ich im letzten Jahr gehen musste – das war für mich wirklich so eine magische Zahl…Ich wollte es dieses Mal einfach durchziehen und nicht zwischendurch gehen müssen. Also hieß es Fuß vor Fuß setzen und einfach weiter machen. Kurz nach Kilometer 18 kam  es dann zu einer richtig herzliche Situation während des Laufes. Es ging um eine Kurve und mal wieder bergauf…Ich wurde etwas langsamer und wurde von einer etwas älteren Frau überholt. Sie guckt sich nach mir um und sagt: Komm jetzt nicht langsamer werden! Du hast mich eben so gut mitgezogen, jetzt häng dich an mich! Das war so ein schöner Moment und ich musste trotz Anstrengung lächeln 🙂 So sind wir gemeinsam bis kurz nach Kilometer 20 gelaufen – dort hat sie eine Freundin am Straßenrand gesehen und ich bin den letzten Kilometer allein weiter gelaufen.

Falls ihr die Strecke in Hamburg nicht kennt – die letzten 2 bis 3 Kilometer geht es eigentlich die ganze Zeit bergauf! Da können die letzten Meter nochmal richtig richtig hart werden. Ich habe mir die ganze Zeit nur gesagt: Nicht aufgeben! Nicht gehen! Du hast es gleich gepackt! Gleich kannst du richtig stolz sein auf dich! Zieh durch! Als ich das Zieltor sehen konnte und gesehen habe, dass die Uhr 2:19:30 oder so anzeigt, wusste ich, dass sogar meine geheime Zielzeit von unter 2:15 noch drin war…Denn die Zeit die dort angezeigt wird, ist ja die Zeit ab Start der schnellsten. Ich wusste, dass ich ungefähr 4-5 Minuten später gestartet bin…Also musste noch ein kleiner Schlussspurt her. Und ich bin dieses Mal tatsächlich mit einem Lächeln ins Ziel gelaufen 🙂 Dort wurde ich quasi direkt von Dani empfangen und mein Handy hat eine Zeit von 2:15:17 angezeigt…Ich war super happy damit! Eine Pace von 6:20 auf diese Distanz ist für mich einfach nur ein Traum! Ich war sooooo unfassbar glücklich und hab auch fast ein paar Tränchen verdrücken müssen 😛

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Und jetzt kommts….meine offizielle Zielzeit ist sogar noch besser – 2:14:57!!! Ich habe mein kleines geheimes Ziel also geschafft!!! Ein wirklich perfekter Tag! So mies und anstrengend der letzte Lauf war, so traumhaft und wundervoll war dieser Halbmarathon! Ich kann es immer noch nicht ganz fassen und bin einfach nur glücklich! Wie es jetzt weitergehen soll, wann die nächste Laufveranstaltung kommt oder was für neue Ziele ich jetzt habe? Dazu kommt in den nächsten Tagen ein Blogpost!

Jetzt gibt es nur noch essen und Couch! 🙂 Habt einen tollen Sonntagabend ihr Lieben!

Birthe<3

PS: Statt des Toilettendesasters im letzten Jahr gab es dieses Jahr leider eine andere Einschränkung…Mein Sport BH hat leider ziemlich gescheuert, sodass ich ab Kilometer 7 ca. ziemliche Schmerzen hatte. Aber zum Glück konnte ich diesen Schmerz ganz gut ausblenden, sodass mich das in diesem Jahr nicht so eingeschränkt hat wie die drückende Blase letztes Jahr 😉

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2 Gedanken zu “Hella Halbmarathon 2017 – Wie im Traum

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