Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

Und dann kommt da dieser Moment in dem du merkst, dass dir alles zu viel wird. Der Moment in dem der ganze Druck, der dich die letzten Monate hat funktionieren lassen, von dir abfällt und alles über dich herein bricht. Wenn auf einmal nichts mehr glatt geht, die Dinge alle gegen dich zu laufen scheinen und du gefühlt keine deiner Ziele erreichen kannst… Dann weißt du, du brauchst dringend eine Auszeit…

Wovon ich eine Auszeit brauche? Wenn ich ehrlich sein will, dann eigentlich von allem! Von der Arbeit, vom Sport, von Instagram und vor allem vom Alltag…Aber fangen wir mal von vorne an.

Die letzten Monate waren hart…sehr hart! Ich war in der Endphase meines Studiums, die Bachelorarbeit musste geschrieben werden, nebenbei habe ich natürlich wie immer Vollzeit gearbeitet und hatte auch dort alle Hand voll zu tun. Hinzu kam ab März das Training für den Halbmarathon in 2 Wochen und Haushalt, Familienfeiern und und und mussten ja auch noch untergebracht werden. Da mein Freund in genau derselben Situation war, konnten wir uns zwar gegenseitig verstehen und aufbauen, allerdings war keiner da, der uns nervige Dinge wie den Alltag abnehmen konnte…

In der Endphase der Bachelorarbeit, so ungefähr vor einem Monat kam dann noch etwas hinzu, was ich bisher völlig aus Social Media rausgehalten habe…Auch jetzt kann und möchte ich noch nicht viel dazu sagen, nur so viel: Ich habe meinen Job gekündigt, weiß allerdings noch nicht wie es jetzt weiter gehen wird…

Was zusätzlich zu dieser ungewissen Situation noch hinzu kommt, ist das für mich nicht zufriedenstellende Ergebnis der Bachelorarbeit. Als ich letzte Woche das Ergebnis erfahren habe, war ich wirklich ziemlich ziemlich enttäuscht. Ich habe wahnsinnig viel Arbeit, Zeit und Gehirnschmalz in diese Arbeit gesteckt. Ich habe meine Freizeit 2,5 Monate fast komplett zurückgestellt und wollte das Studium mit einer sehr guten Arbeit abschließen. Dass es jetzt aufgrund einer verdammt harten und für mich nicht nachvollziehbaren Bewertung der Zweitprüferin damit nicht geklappt hat, war für mich ein Schlag ins Gesicht! Mittlerweile habe ich das zwar schon ganz gut verdaut, es nagt aber im Hintergrund noch immer an mir…

Und die letzte, für die meisten wahrscheinlich nicht nachvollziehbare Sache ist das Lauftraining für den Halbmarathon…Vor 2 Tagen habe ich noch einen Blogpost online gestellt, was ich dieses Jahr alles anders gemacht habe und was meine Ziele für den Lauf sind. Ich war euphorisch und habe mich auf den Lauf gefreut…Heute, nach einem bei 10km abgebrochenen 15km Lauf, der absolut bescheiden lief, ist von der Euphorie keine Spur mehr zu sehen. Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten…nein eigentlich eher Rückschritte zu machen. Ich vergleiche mich dabei nicht mit anderen Läufern, das habe ich zum Glück so gut es geht verbannen können. Nein, ich vergleiche mich mit meinen Läufen von vor gut einem Jahr…Die Distanzen waren zwar meist höchstens bei 13km, die bin ich dafür aber deutlich schneller gelaufen! Und mit deutlich meine ich 30 – 40 Sekunden auf den Kilometer! Klar, das war damals auch wahnsinnig anstrengend, denn ich war noch nie der schnelle Sprinter, aber ich habe es gepackt die 13 km in einer Pace von unter 6 Minuten zu laufen. Im Moment ist das, trotz wahnsinnig viel Training undenkbar! Das Schlimmste daran ist: Ich weiß nicht woran es liegt! Ich habe alles mögliche probiert: langsam loslaufen – funktioniert nicht, da werde ich eher noch langsamer; schnell loslaufen – funktioniert nicht, da baue ich nach 4-5km deutlich ab; ohne auf die Zeit zu achten zu laufen – funktioniert bei kurzen Läufen mittlerweile ganz ok, bei langen werde ich hintenraus aber auch deutlich langsamer… Ich bin ratlos! Und das ist eine gute Woche vor dem Halbmarathon wirklich nicht gut! Ich weiß aktuell noch nicht, ob ich den Halbmarathon laufen werde…Einfach aus dem Grund, dass ich mich aktuell nicht gut fühle beim Laufen. Andererseits habe ich wirklich hart trainiert und wäre verdammt enttäuscht von mir selber, wenn ich es nicht wenigstens versuchen würde!

Ihr seht, im Moment geht es in vielen Bereichen meines Lebens drunter und drüber! Ich hoffe sehr, dass sich die Lage auf der Arbeit bald klärt und ich in den nächsten Tagen nochmal ein Erfolgserlebnis beim Laufen habe.

weitermachen

 

 

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5 Gedanken zu “Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

  1. Das ist ja wirklich ein großes drunter und drüber bei dir! Du bist trotzdem beeindruckend, dass du obwohl diesen stresses nicht aufgegeben hast und genau das wünsche ich dir auch für den halbmarathon: ganz viel Vertrauen in dich selbst und wieder Freude am laufen, denn das ist doch das wichtigste!!!
    Folge deinen Posts immer gerne auf Instagram 🙂

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  2. Wenn dein Leben im Chaos zu versinken droht, dann sortiert es sich vielleicht einfach nur neu – für eine bessere, passendere Version deines Lebens. So schwer es in solchen Situationen auch fällt, versuche das Positive daran zu erkennen, das Entwicklungspotential, das es mit sich bringt und die damit verbundenen Chancen.
    Bleibe zuversichtlich! In einem Jahr wirst du wissen, wozu all das gut war.

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