Hella Halbmarathon in Hamburg – Ein Kampf gegen das Aufgeben!

Guten Abend ihr Lieben!

Sorry, dass ich mich in den letzten Tagen hier so gar nicht gemeldet habe! Aber es ist einfach so viel los bei mir im Moment, dass der Blog leider etwas hinten dran steht! Wie ihr ja bereits hier auf dem Blog gelesen habt, habe ich es dieses Jahr endlich gewagt und mich zum ersten Halbmarathon meines Lebens angemeldet!

Am letzten Sonntag war es dann endlich so weit! Ich muss sagen, dass ich mich wirklich riesig auf den Tag gefreut habe, ich aber auch echt Angst hatte! Klar, 21km läuft man nicht mal so eben! Vor allem bin ich vorher nie eine solche Distanz gelaufen. 15km war meine weiteste Strecke und ich muss sagen, das hat sich auch etwas gerächt! Aber dazu später mehr! 😛

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Wie ihr ja wisst, habe ich mich nicht allein angemeldet, sondern meine liebe Lizzi ist gemeinsam mit mir angetreten! Da sie nicht aus Hamburg kommt, sondern im schönen NRW wohnt, ist sie am Samstag zusammen mit Miri zu mir gekommen und wir hatten trotz des bescheidenen Wetter am Samstag noch einen tollen Tag! Wir haben gemeinsam Carbs geladen und ganz viel gequatscht! Es tat wirklich gut am Abend vorher mit einem gleichgesinnten zusammenzusitzen und sich gegenseitig Mut zu zusprechen (oder auch sich gegenseitig Angst zu machen :D) Es ging dann natürlich nicht allzu spät ins Bett damit wir auch voller Power am nächsten Tag antreten konnten 🙂

Trotz der Aufregung habe ich einigermaßen gut geschlafen und war recht fit, als der Wecker am Sonntag morgen um halb sieben geklingelt hat! Start des Laufs war 10 Uhr und da ich  immer mindestens 2,5 -3 Stunden vorher meine letzte Mahlzeit zu mir nehmen muss, musste ich entsprechend früh frühstücken! Eigentlich so gar nicht meine Uhrzeit zum frühstücken, aber was solls! 😛 Es gab, ganz läuferlike, ordentlich schnell verdauliche Kohlenhydrate in Form von Toast mit Honig und etwas gematschter Banane, Apfelmark und Haferflocken. Um genügend Flüssigkeit zu mir zu nehmen, habe ich außerdem noch 2 Becher Tee getrunken.

Da wir rechtzeitig am Start sein wollten und die Stimmung aufsaugen wollten, haben wir uns gegen zwanzig vor neun auf den Weg zur Hamburger Reeperbahn gemacht. Mit dem Wetter hatten wir super Glück! Nach einem richtig verregneten Samstag, kam pünktlich gegen 9 Uhr am Sonntag sogar die Sonne raus, die Temperaturen waren angenehm und auch der Wind war für Hamburger Verhältnisse recht schwach 😉 Allerdings muss ich sagen, dass die Sonne streckenweise ziemlich gebrannt hat und ein paar mehr Wolken nicht verkehrt gewesen wären 😉 Aber man kann eben nicht alles haben!

Da ich leider nicht so viel und hart trainiert habe, wie ich mir eigentlich vorgenommen habe, habe ich meine Zeit deutlich nach unten korrigiert und habe mich bei einer Zielzeit von 2:15 – 2:30 eingeordnet. Die liebe Lizzi, war da deutlich ambitionierter und hat sich zu den Startern mit einer Zeit von unter 2:00 gestellt (Respekt Girl! Du hast das sowas von gerockt! :*) Da ich recht weit hinten stand, musste ich ca 6-8 Minuten warten, bid wir auch loslaufen konnten. Die ersten Kilometer auf der Reeperbahn, in Altona  und an den Landungsbrücken liefen super! Ich habe recht gut mein Tempo mit einer 6:20 Pace gefunden und habe mich gut gefühlt. Allerdings habe ich ab Kilometer 8 gemerkt, dass ich langsam auf Toilette muss…Schrecklichstes Gefühl beim Laufen sage ich euch! Ich dachte mir zunächst: Ach das geht bestimmt gleich wieder weg! Schließlich schwitzt du ja ordentlich Wasser aus! Aber leider sollte ich damit kein Recht behalten! Ab Kilometer 15 wurde es so richtig schlimm! Wenn ihr schonmal mit Druck auf der Blase gelaufen seid, dann wisst ihr wovon ich rede! Klar auch die Beine wurden langsam immer schwerer und die Schweinedinos immer lauter, aber vor allem der Gedanke an die Toilette war mein größter Feind! Ich habe mich immer weiter gekämpft, jeder Kilometer kam mir vor wie 3km und ich habe mich innerlich so verflucht, dass ich nicht noch direkt vor dem Lauf auf Toilette gegangen bin. Ich sags euch, bei Kilometer 18 ging nix mehr! Ich dachte wirklich, ich muss aufgeben! Auch wenn ich eigentlich nicht gehen wollte, sondern die ganzen 21km durchlaufen wollte, ging es in dem Moment nicht mehr anders. Ich musste kurz gehen um wieder klar zu kommen. Ich bin dann in schnellem Tempo ca 1km gegangen! Hat mich selber tierisch geärgert, aber immerhin bin ich nicht stehen geblieben oder habe aufgegeben! Die letzten beiden Kilometer waren wirklich die härtesten Kilometer die ich je gelaufen bin!

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Als ich ins Ziel gelaufen bin, habe ich auch bereits meinen Schatz und beiden Girls am Rand gesehen, aber es ging einfach nichts mehr bei mir! Ein Schlusssprint war nicht mehr drin und nicht mal ein Lächeln fürs Zielfoto 😉 Aber ich war soooooo  glücklich es endlich geschafft zu haben! Im ersten Moment war ich zwar etwas enttäuscht, dass ich zwischendurch gehen musste, aber bereits eine halbe Stunde später, überwog dann der Stolz!

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Und eins muss ich sagen: Während des Laufes habe ich mir geschworen, nie nie wieder einen Halbmarathon zu laufen! Aber ich wusste genau, dass ich am nächsten Tag sagen werde: Ach so schlimm war das doch nicht! Denn das ist immer so bei mir 😀 Und wie soll es anders sein: Ich denke bereits darüber nach, was als nächstes kommen soll! 😀 Aber eins steht fest: Ein Halbmarathon wird es nicht! Ich will es nicht ausschließen, dass ich mich irgendwann nochmal für einen anmelden werde, aber in der nächsten Zeit würden mir doch auch so 15km schon reichen 🙂

Am Samstag steht für mich dann erstmal der Womens Run in Hamburg an. Lockere 5km durch den Stadtpark zusammen mit der lieben Anja, die den Startplatz durch eine Verlosung von Elbmelancholie auf Facebook gewonnen hat 🙂 Und Ende Juli gehts für mich dann nochmal 5 bunte Kilometer durch Hamburg und zwar beim Color Run! 🙂 Dazu schreibe ich aber in zwei seperaten Posts nochmal etwas 🙂

Achja fast hätte ich es vergessen…Nachdem ich das Bild auf Instagram zum Halbmarathon gepostet habe, haben mich viele nach meiner offiziellen Zielzeit gefragt… 😉 Und ihr habt ja Recht, ich habe jetzt so viel zu meiner Vorbereitung geschrieben, ihr habt quasi mit erlebt, wie ich mit mir gerungen habe und gezweifelt habe, von daher kann ich euch diese Zahl wohl jetzt nicht vorenthalten 😉 Am Ende bin ich nach  2:23 ins Ziel gelaufen – hätte besser sein können (Plan war eigentlich ca 2:15), aber durch mein Klofiasko war einfach nicht mehr drin 😀 Ich bin einfach froh, es überstanden zu haben und weiß beim nächsten Mal definitiv, was ich beachten muss, damit sowas nicht wieder passiert!

Jetzt bleibt mir nur noch DANKE zu sagen! An euch alle, dass ihr mich fleißig mit Tipps und lieben Worten unterstütz habt! An meine Girls Miri und Lizzi, dass ihr hier bei uns in Hamburg wart und das ihr einfach ihr seid ❤ Und natürlich auch an meinen Schatz, der immer an mich geglaubt hat und diese wunderbaren Zielfotos gemacht hat 😉

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Ich hoffe ihr habt bis hierhin durchgehalten und ihr konntet ein bisschen mitfühlen wie es mir auf den 21km ging 🙂

Birthe ❤

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6 Gedanken zu “Hella Halbmarathon in Hamburg – Ein Kampf gegen das Aufgeben!

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