Von Zweifeln und Versagensängsten

Einen wunderschönen Sonntagabend ihr Lieben!

Ich hoffe ihr hattet ein ebenso sonniges und entspanntes Wochenende wie ich?! Ich hatte eine echt aktive aber gleichzeitig relaxte Zeit! Nach unserer 50km Radtour gestern, komme ich grade von einem 10km Lauf, der ausnahmsweise mal wieder ganz gut lief 😉 Warum erzähle ich euch das? Weil ich aktuell einen kleinen Struggle mit dem Laufen habe…Wie es dazu kam, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen 🙂

Ich habe euch ja vor einigen Tagen von meinem Vorhaben erzählt, dass ich Ende Juni den Hella Halbmarathon in Hamburg mitlaufen möchte (hier). So einen Halbmarathon läuft man ja auch nicht mal eben so aus dem Stand (ich zumindest nicht) und daher bin ich seit meiner Anmeldung fleißig am trainieren! Allerdings stellt sich das ganze Vorhaben nicht ganz so einfach heraus wie ich gedacht habe!

Ich dachte mir: Ach komm, so schwer können die 21km schon nicht sein! Du hast schon von so vielen Leuten gehört, dass sie quasi ohne Training einen Halbmarathon gelaufen sind, warum solltest du das mit ein bisschen Training dann nicht auch schaffen?! Anfangs lief es auch noch ganz gut und ich bin direkt an dem Abend nachdem ich mich angemeldet habe das erste Mal in meinem Leben 11km gelaufen. Ich war euphorisch und dachte: Das packst du locker!

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Leider wurden diese positiven Gedanken seitdem von den negativen überschattet…Ich habe es bisher nicht über die 13km hinaus geschafft und auch die waren echt super anstrengend! Ich verfluche mich selbst während des Laufens und die meiste Zeit ist es ein einziger Kampf gegen mich selbst um nicht stehen zu bleiben und aufzugeben! Klar, jeder hat mal so Tage an denen es einfach nicht läuft (im wahrsten Sinne des Wortes) und man jeden Kilometer beißen muss um anzukommen… Bei mir war es allerdings bei fast allen meiner vergangenen Läufe so. Meistens komme ich über die 8-10 km nicht hinweg und bin anschließend enttäuscht von mir selber. Ich hatte mir so viel vorgenommen! Wollte bis zum jetzigen Zeitpunkt schon längst mal 15-18km gelaufen sein! Ja wollte sogar in 2 Wochen mal die 21km ausprobieren…Aber von diesem Vorhaben bin ich aktuell weit entfernt…

Doch was jetzt tun? Aufgeben? Die Anmeldung zurückziehen oder jemand anderen bitten für mich zu laufen?

NEIN! Ich bin niemand der aufgibt! Ich kämpfe und ich werde es schaffen am 26.06. hier in Hamburg die 21,2km durchzuziehen und hinterher verdammt stolz auf mich sein!

Doch wie schaffe ich es bis dahin motiviert zu bleiben und wieder Spaß am Laufen zu finden? Ich habe vorhin ein bisschen mit meiner lieben Miri dazu geschrieben und sie hat mir ein paar gute Tipps gegeben, die mich wieder ein bisschen motiviert haben und dazu gebracht haben, dran zu bleiben! Wie also werde ich die nächsten 6-7 Wochen bis zum HM gestalten?

  1. Versuch dich nicht durch die Leistungen anderer unter Druck zu setzen! Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen und nur deine eigene Leistung zählt!
  2. Vergleiche dich lieber mit deinen Zeiten oder Strecken von vor 1 Jahr! (Damals bin ich nämlich höchsten 6-8km gelaufen und war meist auf den Kilometer 20-30 Sekunden langsamer!)
  3. Setze dir deine Ziele vor dem Lauf nicht zu hoch. Alles was über 10km geht, ist als Bonus anzusehen! Das hält dich motiviert
  4. Genieße den Lauf, konzentriere dich auf die Musik und schalte den Kopf so gut es geht aus!
  5. Freue dich über jeden geschafften Kilometer auf dem Weg zum Ziel! Auch ein 5km Lauf kann dich weiterbringen

Sind unter euch vielleicht auch Läufer, die solche Gedanken von sich oder Freunden kennen? Habt ihr noch weitere Tipps oder eigene Erfahrungen?

Ich freue mich über jeden Kommentar, jeden Hinweis oder Erfahrungsbericht! Jede Motivation ist mir recht auf meinem Weg zum Halbmarathon! 🙂

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Birthe ❤

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12 Kommentare zu „Von Zweifeln und Versagensängsten

Gib deinen ab

  1. Hallo Birthe,

    Ich werde am 26.06 auch in Hamburg laufen und ich freue mich schon riesig in einer wunderschönen die 21,2km zu rocken.
    Aber ich muss auch zugeben,dass es mir zur Zeit genau so geht wie dir! Immer wenn ich denke es geht voran kommt wieder etwas neues dazu & somit steigt dann auch der Druck und die Angst. Die gleichen Ängsten hatte ich aber auch vor meinem ersten Halbmarathon, den ich aber letztens Jahr mit Spaß & voller Zufriedenheit geschafft habe:)
    Bei mir liegt zur Zeit das Hauptaugenmerk darauf, dass ich Spaß dabei habe wenn ich laufe. Durch den Glauben an mich selber & mein Kampfgeist werde ich jetzt positiv in die nächsten Trainingswochen starten und mich Stück für Stück steigern.
    Und ich glaube das Du liebe Birthe genau so ein Kampfgeist hast & gibt den Glauben an dich niemals auf.
    Die Atmosphäre in Hamburg am Wettkampftag wird uns ganz ganz sicher tragen.

    Liebe Grüße
    Lina

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  2. Hey 🙂

    Ich habe dieses Jahr genau die selben Erfahrungen wie du gemacht. Ich war ebenso verzweifelt und wollte den Halbmarathon in Berlin nicht laufen. Ich laufe seit dem ich 10 Jahre alt bin. Seit 3 Jahren trainiere ich auf längere Strecken hin. Ich war im November 2015 in der besten Form,bin bestzeiten gelaufen. Eigentlich trainiere ich auf 5km, aber da es da so gut lief, habe ich gedacht „dann kannst du auch einen Halbmarathon laufen“. Motiviert habe ich mich für Berlin angemeldet, es war immer mein Traum dort zu laufen. 2 Tage nach der Anmeldung habe ich total heftige Schmerzen im Knie gehabt. Im Februar 2016 durfte ich erst wieder richtig laufen. Dann hatte ich nur noch 2 Monate das ganze Training aufzuholen. Zwischendurch musste ich wieder pausieren, weil ich krank wurde und mein knie wieder schmerzte. Ich wollte mich abmelden oder meinen startplatz abgeben. Doch dann habe ich meinem Knie den kampf angesagt ! Ich bin vor Berlin nie weiter als 16 km gelaufen und das auch nur 1x, da lief es einmal echt gut. sonst waren die Läufe nur reine quälerei … Doch ich bin gelaufen, wollte unter 2h stunden bleiben und bin 1.50h gelaufen. Es steckt immer mehr in einem Menschen als man denkt und erst recht in Läufer. Glaub mehr an dich ! Ich habe es auch geschafft, dann schaffst du das auch ! Wichtig ist der Spaß ! Und wenn du bei einem Halbmarathon mit läufst ist das feeling so atemberaubend, da ist der Puls echt schon erhöht und du bist unglaublich aufgeregt. Trage den Adrenalinkick dann nach außen. Es wird dein lauf ! Gib nicht auf ! Du schaffst es ins Ziel !

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    1. Oh wow!!! Das ist eine super Zeit!! Liegt aktuell weit entfernt von dem was ich mir vorgenommen habe! 😀 Aber unter 2:10 zu kommen wäre schon cool! Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar!! Solche Geschichten motivieren mich noch mehr jetzt richtig Gas zu geben! 🙂 Ganz liebe Grüße!

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  3. Hey Hey,
    ich bin noch nicht lange im Laufgeschäft.. ( Wenn man das so sagen kann )
    Ich hatte am Anfang total Schwierigkeiten, lange im Kreis zu laufen.
    Ich bin nämlich immer und immer wieder die gleiche Strecke gelaufen.
    Das fand ich monoton und langweilig… habe dann auch schnell die Lust daran verloren.
    Bis ich dann ein ‚Biltzgedanken‘ hatte, ich dachte mir, läufst du mal eine andere Schrecke.
    Das klappt sehr gut.
    Ich laufe zwar jetzt keine 10km.. Ich befinde mich zwischen 6–7 km.
    ABER diese ‚Methode‘ hat mich dahin geführt.
    Ich laufe den Anfang immer gleich und dann entscheide ich mich spontan wo es lang geht.
    Am Ende, wenn ich dann nicht mehr kann, schlage ich den Weg nach Hause ein.
    Und dann schau ich wie weit ich es geschafft habe.
    Ich versuche dann aber immer neue Strecken, so dass mir nicht langweilig wird.
    Denn ich laufe meistens 2–3 mal die gleiche Strecke und dann suche ich mir dann schon wieder eine Neue.
    Da ich dann immer weiß, wie viel Kilometer es waren, versuche ich dann mich nicht darauf hochzuarbeiten.
    Ich lasse mich quasi Überaschen. ( Geschmackssache )
    Jede neue Strecke sind bei mir fast immer 0,5 – 1 km mehr gewesen.
    Ich hoffe das hat dir etwas geholfen, aber nun kenne ich deine Laufstrecke nicht und verfolge dich auch noch nicht solange 🙂
    Hoffe es trotzdem das ich dir helfen konnte.
    Schön Abend dir :*
    Steff

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    1. Das ist ein guter Tipp! Bin bis vor kurzem eigentlich auch immer dieselbe Strecke gelaufen und wusste auch immer genau, wenn du jetzt hier umdrehst sind es xx Kilometer…Leider fehlt mir der Glaube in mich selbst, einfach mal eine andere und weitere Strecke zu laufen…Aber vielleicht sollte ich das einfach mal angehen – vollkommen ohne Druck. Ich werde es direkt am Dienstag mal ausprobieren! 🙂

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  4. Hey … schreib doch mal finnrunner 🙂 Der ist doch ein absoluter Experte auf dem Gebiet und kann dir sicher gute Tipps geben. Wie du weißt, habe ich es nicht so mit dem Laufen aber auch beim Training habe ich ab und an Phasen wo ich 2-3 Wochen wenig Lust habe und kaum Erfolge wahrnehme. Aber diese Zeiten gilt es zu durchstehen und danach gestärkt da raus zu gehen und zu sagen „Es war schwierig, aber ich habe es geschafft. Aus eigener Kraft und mit eigenem Antrieb“ Und genau so wirst du auch den Halbmarathon angehen und packen 🙂

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  5. Hallo Birthe! Schau mal auf meiner Seite vorbei (soll keine aufdringliche Werbung sein) – ich hatte vor ein paar Monaten mit genau den selben „Struggeln“ zu kämpfen! Ein schneller Tipp: ich denke Du läufst eventuell zu schnell, deswegen kommst Du auf keine Kilometer. Am Anfang sollte die Distanz im Vordergrund stehen, nicht die Zeit! Die Zeit kannst Du gegen Ende mit Intervalltraining verbessern! Liebe Grüße aus Wien; Marcel 🙂

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  6. Hallo Birthe,
    ich laufe nächste (!!!) Woche den Halbmarathon in Mainz und so langsam steigt die Aufregung. Meine längste Distanz im Training waren 17km und manchmal frage ich mich, ob es nicht zu früh war, aber dann kommt der Ehrgeiz durch 🙂 wir werden das schaffen, ganz nach dem „Läufer-Motto“: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!
    Liebe Grüße

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  7. Hallo liebe Birthe,

    ich bin letztes Jahr den Hella Halbmarathon in Hamburg gelaufen. Dies war auch mein erster Halbmarathon. Ich habe mich damals aus Jucks mit einer guten Freundin von mir angemeldet. Wir beide waren auch super euphorisch und dachten uns, dass wir mit 14 Wochen ja noch genug Zeit hätten, um zu trainieren und auch mindestens einmal die Woche gemeinsam laufen zu gehen. Wir haben es bis zum Halbmarathon nicht ein einziges Mal geschafft zusammen laufen zu gehen! Und wir beide haben es auch nicht einmal geschafft die 21 km am Stück zu laufen.

    Was mir in der Vorbereitung immer geholfen hat war der Gedanke, dass ich diesen Lauf ganz alleine für mich mache. Es ging mir nicht darum die Beste zu sein oder einen super Platz / eine super Zeit zu erlaufen, es ging mir lediglich darum zu gucken, zu was mein Körper im Stande ist und was ich so erreichen kann 🙂

    Kurz vor dem Lauf haben meine Freundin und ich dann „besprochen“ wie wir den Lauf durchstehen wollen und wann wir Trinkpausen einlegen wollen oder auch mal eine Strecke zu Fuß gehen wollen. Fazit nach dem Lauf: Wir haben die 21 km am Stück DURCHLAUFEn können! Wir waren beide absolut überrascht. An dem Hella Halbmarathon nehmen super viele Läufer teil. Läufer jeder Altersklasse und jedes „Läufer-Levels“ (Vom Profi bis Anfänger). Alle sind super drauf und super motiviert. Man wird von den Menschem am Rand angefeuert. Das hat uns nochmal eine Extra Motivation gegeben! Dazu kam natürlich noch, dass wir uns zu zweit sehr gepusht haben. An jeder Kilometermarke haben wir uns darüber gefreut, wie viele Kilometer wir schon geschafft haben und uns gegenseitig gut zugeredet.

    Ich glaube, zumindest nachdem was ich von dir auf Instagram so mitbekomme, dass du eine gute sportliche Grundausdauer hast und definitiv den Willen, diese lange Distanz durchzuziehen! Ich bin vor dem Lauf nicht einmal mehr als 13 Kilometer gelaufen und ab Kilometer 16 musste ich beim Hella Halbmarathon wirklich beißen. Aber das Gefühl im Ziel macht alles wieder wett 🙂 Ich bin ganz fest der Meinung, dass du diese 21 Kilometer auch packen wirst. Lass dich vor dem Lauf bloß nicht unter Druck setzen und halte dir immer mal vor Augen, was du schon alles geleistet hast 🙂

    Liebe Grüße

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